Die Leineweber

Ein Nebenerwerb für wenig Lohn

Für viele Bauern bot sich dieser Nebenerwerb geradezu an, konnte man doch auf den eigenen Lädereien Flachs anbauen. Dieser wurde nach der Ernte in mehreren Schritten bearbeitet und konnte dann zu Fäden versponnen werden. So bestand in Zeiten, wo in der Landwirtschaft nicht viel Arbeit anfiel, die Möglichkeit, den Flachs zu Leintuch zu verweben. Dieses wurde dann in den Sommermonaten auf der Bleiche weiter bearbeitet, und bekam so seine weiße Farbe, wie wir sie von feinen Tischtüchern kennen. Anderes Leinen wurde auch gefärbt und zu Kleidung verarbeitet. Der große Bedarf an Stoffen machte dieses Gewerbe anfangs recht ertragreich. Als aber die Industrie die ersten maschinellen Webstühle baute, war es mit dem Verdienst vorbei, es wurden bald nur noch Hungerlöhne gezahlt.

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